DFV widerspricht dem Fratzscher-Vorstoß:
Kein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentner
Wer keine strukturelle Lösung bieten kann, schlägt hier eine Personengruppe vor, die längst „geliefert“ hat - so der Ehrenvorsitzende des Deutschen Familienverbandes Baden-Württemberg (DFV), Uto R. Bonde aus Freiburg zum Vorschlag von Präsident Marcel Fratzscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), zu einem „Soli-Pflichtjahr für Rentner“.
Die Altersgeneration im Ruhestand zu einem „Soli-Pflichtjahr“ heranzuziehen, dokumentiert eher die politische Kurzsichtigkeit des Wirtschaftslobbyisten, der vergessen machen möchte, dass die jungen Familien in den siebziger und achtziger Jahren mit ihrem generativen Leistungseinsatz (Kinder + Erziehungsjahre) nicht nur erheblich zur Rentenabsicherung, sondern auch zum Bruttosozialprodukt beigetragen haben, obwohl sie Familie und Beruf ohne Rechtsanspruch auf sozial gerechter Familienentlastung oder Kindergartenanspruch bewältigen mussten.
Familienpolitik ist eine Generationenaufgabe und darf eben nicht auf kurzfristige Effekte ausgelegt werden. Der Fratzscher-Vorschlag macht erneut deutlich, dass wirtschaftspolitische Regelungen auch die Pflicht in der Sozialen Marktwirtschaft beinhaltet, den sozial- und familienpolitischen Bedürfnissen der Familien Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Erkenntnis „ohne Familien läuft nichts!“ muss auch bei allen strukturellen Entscheidungen von Politik und Wirtschaft berücksichtigt werden – deshalb gilt auch hier das DFV-Motto: „Der Familie verpflichtet!“




